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MAN bei Scania auf Rückzug

München. Der Münchener Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN strebt angeblich eine einvernehmliche Lösung mit dem schwedischen Lkw-Hersteller Scania an und stellt deshalb die Rücknahme des vor kurzem vorgelegten Übernahmeangebots in Aussicht. Es werde erwogen, unter bestimmten Bedingungen die Offerte für Scania zurückzuziehen, teilte MAN am Montag mit. Diese Bedingungen müßten mit allen Beteiligten verhandelt werden. Die geplante Kombination von MAN und Scania solle nun auf dem Verhandlungswege verwirklicht werden. MAN hatte Mitte September eine Übernahmeofferte für die in Stockholm notierte Scania über 9,6 Milliarden Euro vorgelegt. Dieses Angebot stieß insbesondere bei Volkswagen auf Ablehnung. Der Wolfsburger Autohersteller ist seit Jahren mit 34 Prozent der Stimmrechte der größte Einzelaktionär bei Scania. Zur Sicherung der eigenen strategischen Interessen hatte sich VW in der vergangenen Woche überraschend mit 15 Prozent an MAN beteiligt und ist damit ebenfalls größter Anteilseigner des Münchener Unternehmens. Medienberichten zufolge plant VW nun einen neuen Lkw-Konzern aus Scania, der MAN-Nutzfahrzeugsparte und dem eigenen, in Brasilien ansässigen Geschäft mit schweren Lkw.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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