13.09.2006
Abgenudelter Topos
Keine Liebe ohne Leiden: Steve Tesich hat aus dem authentisch-banalen Thema doch noch mal viel rausgeholt
Von Frank Schäfer
»Ein letzter Sommer« wurde im vergangenen Winter so laut beklatscht, nicht zuletzt von der Else Stratmann der Literaturkritik, daß man schon keine Lust mehr hatte, das Buch zu lesen. Nach angemessener Karenzzeit nur mal so aufgeschlagen, hat man es in zwei Tagen und Nächten durchgenietet und zieht den Hut vor diesem über die volle 500-Seiten-Distanz spannenden, unpeinlich sentimentalischen, mit viel Kalkül inszenierten Spätadoleszenz-Roman des bereits 1996, mit 53 J...
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