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Konzerne gegen Strompreiskontrolle

Berlin. Die Energiewirtschaft lehnt eine Kontrolle der Strompreise durch die Bundesländer über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen ab. »Die Fortführung der Strompreisgenehmigung durch die Länderministerien würde den Wettbewerb im Strommarkt nicht beleben, sondern bremsen«, warnte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft, Eberhard Meller, am Montag in Berlin. »Mit einer Fortführung der staatlichen Preisgenehmigung wären die rund 900 Stromanbieter dem Risiko ausgesetzt, noch nicht einmal ihre Beschaffungskosten erwirtschaften zu können«, erklärte er. Besonders für kleinere Anbieter könne dies existenzbedrohend sein. Die Kontrolle soll Mitte 2007 auslaufen, doch gibt es angesichts immer neuer Preiserhöhungsbegehren Forderungen aus der Politik und von Verbraucherverbänden nach einer Verlängerung des Kontrollauftrags.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.09.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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