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12.08.2006

Über Sándor Márai

Von Reinhard Jellen
»Der Arme schwimmt (...) im Unglück wie ein Fischchen im Tümpel, und es ist (...) interessant zu beobachten, wie er sich mit der Zeit den Lebensbedingungen anpaßt, neue Organe entwickelt, sozusagen seelische Kiemen, die ihm als Säugetier gestatten, im Unglück zu atmen.« (Sándor Márai, Schule der Armen, München 2006, S. 30)An Reichtum gewöhnt man sich recht schnell, an Armut tatsächlich nie. Selbst wenn die Armen sich nichts anderes als ihr Schicksal vorstellen könne...

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