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Polen will größere Rolle in der EU spielen

Warschau. Der neue polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski hat in seiner Antrittsrede die Verteidigung konservativer Moralvorstellungen in der EU angekündigt. »Polen will zur EU gehören, aber in bezug auf unsere Sitten sind wir anders«, sagte der neue Regierungs­chef am Mittwoch in seiner Rede vor dem Parlament. Seine Regierung werde »alles tun, um sich gegen die Angriffe auf die Familie zu verteidigen, insbesondere gegen die von außen«. Kaczynski ist wie sein Zwillingsbruder, Präsident Lech Kaczynski, als konservativ bekannt. 2004 und 2005, als Lech Kaczynski Warschauer Bürgermeister war, war z. B. die Homosexuellen-Parade dort verboten worden.

In seiner Antrittsrede forderte Jaroslaw Kaczynski außerdem eine größere Rolle für sein Land in der EU. Polen wolle an »allem teilhaben«, auch an den politischen Entscheidungsprozessen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2006, Seite 1, Ausland

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