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Atomlobby läßt nicht locker

Hamburg. Die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke planen angeblich eine Übertragung von Restlaufzeiten, um den Atomausstieg auszuhebeln. Durch ein Tauschgeschäft wollten die Konzerne RWE, E.on, Vattenfall und EnBW erreichen, daß in dieser Legislaturperiode, also bis 2009, möglichst gar kein Meiler stillgelegt werden muß, berichtete die Financial Times Deutschland am Freitag unter Berufung auf Betreiberkreise. Für dieses Verfahren sollten rechnerische Restlaufzeiten genutzt werden, die für das nie ans Netz gegangene AKW Mülheim-Kärlich des Betreibers RWE vereinbart worden waren. Diese könnten auf die beiden Kraftwerke Biblis B (ebenfalls RWE) und Brunsbüttel (Vattenfall) übertragen werden, die eigentlich in zwei Jahren vom Netz gehen müßten.

(AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.06.2006, Seite 9, Inland

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