06.06.2006
Heuschrecke im Blätterwald
Nach Übernahme des Berliner Verlags durch angloamerikanische Investoren fürchtet die Belegschaft Massenentlassungen und Qualitätseinbußen
Von Ralf Wurzbacher
Unter den rund 800 Beschäftigten des Berliner Verlags geht die Angst um. Seit der wegen seiner rüden Geschäftspraktiken als »Heuschrecke« verrufene nordirische Medienmanager David Montgomery über dem Traditionshaus am Berliner Alexanderplatz das Zepter schwingt, herrscht innerbetrieblich das große Nervenflattern. Was wird aus dem Unternehmen, seinen Druckerzeugnissen und Mitarbeitern, wenn über alles und jeden das Renditeziel bestimmt? Was aus der journalistischen Q...
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