06.05.2006
Herrschaft und Verdrängung
Eine Auseinandersetzung marxistisch orientierter Psychologen mit der Psychoanalyse Freuds scheint kaum noch stattzufinden. Emanzipative, gesellschaftskritische Elemente seiner Theorie sind unübersehbar
Von Michael Zander
Wenn dieser Tage des 150. Geburtstags von Sigmund Freud mit zahlreichen publizistischen Beiträgen und Veranstaltungen gedacht wird, so findet das Verhältnis von Psychoanalyse und Marxismus dabei kaum eine Erwähnung. Der Marxismus ist im medialen Mainstream ohnehin nicht willkommen, und die einst so lebhafte Debatte über Freud in der Linken scheint weitgehend verstummt zu sein. Letzteres ist erstaunlich, immerhin liegt ein reicher Fundus an wissenschaftlichen Arbeite...
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