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31.03.2006

Den Kopf festhalten

Warum weinen? Vielleicht hätte Willy Brandt an der Berliner Melancholie-Ausstellung seine Freude gehabt

Von Ina Bösecke
Ganz allein steht er da, der Mann auf der kahlen Landspitze, und starrt hinaus auf das weite, schwarze Meer. Über ihm ein riesiger grauer Himmel, er nimmt vier Fünftel der Fläche ein, ansonsten absolute Leere auf dem Bild. Der »Mönch am Meer« von Caspar David Friedrich ist tief in Gedanken versunken, der Kopf im »gestus melancholicus« in die Hand gestützt. Kein Mensch weit und breit. Ganz schön unheimlich. Heinrich von Kleist soll beim Betrachten dieses Bildes schle...

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