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Prozeß gegen Waffenlobbyist Schreiber absehbar

Augsburg. Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber wird selbst im Fall einer raschen Auslieferung aus Kanada wohl in diesem Jahr nicht mehr in Deutschland vor Gericht kommen. Es werde »mindestens bis zum Jahresende« dauern, bevor ein Prozeß gegen Schreiber angesetzt werden könne, sagte der Sprecher des Landgerichts Augsburg, Karl-Heinz Häusler, am Donnerstag auf Anfrage. Eine Verjährung der Vorwürfe gegen Schreiber drohe wegen einer im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Gesetzesänderung allerdings nicht.

Ein kanadisches Gericht hatte in vorletzter Instanz die Auslieferung Schreibers an die BRD gebilligt. Der Deutsch-Kanadier, der eine Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre ist, legte dagegen Berufung vor dem Obersten Gericht Kanadas ein.

(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2006, Seite 4, Inland

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