23.02.2006
Barbarische Abschiebemethoden
Niedersachsen hat sich zum Vorreiter einer restriktiven Flüchtlingspolitik gemacht
Von Reimar Paul
Seinen Dönerstand, den er seit
vielen Jahren in der südniedersächsischen Kleinstadt
Northeim betreibt, muß Sami Meri womöglich bald
dichtmachen. Denn dem staatenlosen Kurden, der 1985 als Jugendlicher
aus dem libanesischen Bürgerkrieg floh, und seinen sechs Kindern
droht die Abschiebung in die Türkei. Er habe damals bei der
Einreise seine Identität als Türke verschleiert, sagen die
Behörden. Ehefrau Nova Meri soll in den Libanon ausreisen.
Die Familie Meri...
Artikel-Länge: 2772 Zeichen


