12.10.2005
Frech kommt weiter
Nach der Kanzlereinigung ist die Show noch nicht vorbei. Das Kräfteverhältnis in der Merkel-Regierung bleibt umstritten, aber nicht die Ausrichtung der SPD
Von Sebastian Gerhardt
Es war ein Schwanengesang. FDP-Chef Westerwelle trat am Montag vor die Presse und klagte über die Nachgiebigkeit von CDU und CSU in der Regierungsbildung. Diese habe »das Ziel eines echten Politikwechsels aufgegeben«, deshalb würden die Liberalen »glasharte Opposition« machen müssen, um die »marktwirtschaftliche Erneuerung« Deutschlands voranzubringen. BDI-Chef Jürgen Thumann hatte gleich nach der Wahl das Ergebnis als »enttäuschend« bezeichnet. Das Spannungsverhält...
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