15.09.2005
Gespräche links, Frust rechts
Nach Wahl erwarten Norweger mehr soziale Gerechtigkeit. Arbeiderpartiet, Linkssozialisten und Zentrum beginnen Koalitionsverhandlungen, Konservative suchen Ursachen für Debakel
Von Bernd Parusel, Stockholm
Nach Unwettern und Erdrutschen an der Küste bei Bergen hatten viele Norweger am Dienstag und Mittwoch dringendere Sorgen, als sich über die Resultate der Parlamentswahl vom Montag die Köpfe zu zerbrechen. Das taten statt dessen die Politiker. Jens Stoltenberg, dessen sozialdemokratische »Arbeiderpartiet« mit 32,7 Prozent der Stimmen stärkste Partei wurde und der im Oktober den bisherigen christdemokratischen Premierminister Kjell Magne Bondevik ablösen wird, führte ...
Artikel-Länge: 2953 Zeichen


