29.08.2005
Dampfkessel der Gewalt
Das Schill-Erbe Kinderknast in Hamburg beschäftigt jetzt einen Untersuchungsausschuß. CDU will auf erziehungsfeindliche Anstalt nicht verzichten
Von Andreas Grünwald
Zwanzig Jahre gab es auch in Hamburg keine geschlossenen Heime. Dann kam Ronald Schill, dessen Partei 2001 bei den Bürgerschaftswahlen auf Anhieb 19,8 Prozent der Stimmen holte. Ole von Beust (CDU) wurde Bürgermeister und Schill Innensenator. Er forderte ein geschlossenes Heim für »kriminelle Jugendliche«. Während Schill längst passé und seine Partei inzwischen aufgerieben ist, hat ihr schlimmstes Vermächtnis aber bis heute überlebt. In dem 2003 eingerichteten Heim ...
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