26.08.2005
Sowas wie Liebe
Chlodwig Poths legendäre »Last Exit Sossenheim«-Zeichnungen zeugen von Aggression und Witz der Menschen im Halbdorf Frankfurt am Main – und von der Auflösung der revolutionären Linken
Von Christof Meueler
Frankfurt am Main ist die schönste häßliche Stadt Deutschlands. Sauteuer, voller Autos, und der blöde DFB wohnt auch noch da. Doch alle reden das lächerlichste luzide Langsamsprech (südhessisch) und trinken das erfrischendste Erbauungsgetränk, das sich zapfen läßt (Apfelwein). Das hat Charme. Ebenso die republikweit einzige Hochhaus-Innenstadt, die an die Skylines aus den US-Fernsehserien gemahnt. Charmant ist auch das völlig unübersehbare Einbahnstraßennetz drum he...
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