06.08.2005
Mythos und Mahnung
60 Jahre nach der atomaren Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki: Es wird immer schwieriger, zwischen Fakten und Fiktion zu trennen
Von Josef Oberländer
Immer mehr setzt sich die Washingtoner Sicht durch, nach der die Atombombe den Zweiten Weltkrieg in Asien beendet hat. Der japanische Mythos – unschuldig Opfer der Bombe geworden zu sein – nährt sich davon. In Peking und Seoul werden die Bombenabwürfe hingegen als Symbol der Befreiung gesehen. Das ist einer unvoreingenommenen Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte nicht unbedingt dienlich. Die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki sitzen derweil zwischen allen St...
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