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06.07.2005

»Arabischer Frühling« in Kairo

Nicht zuviel und nicht zu wenig: Die US-Regierung versucht, das autokratische Regime ihres Verbündeten Mubarak behutsam zu demokratisieren und gleichzeitig die Islamisten vom Einfluß auf die Politik des Landes fernzuhalten

Von Knut Mellenthin
In Ägypten, einem der wichtigsten Bündnispartner der USA, stehen große demokratische Veränderungen bevor. So sehen es zumindest US-Präsident George W. Bush und seine Außenministerin Condoleezza Rice. Wobei man aber wohl bezweifeln muß, ob sie selbst an das glauben, was sie öffentlich erzählen. Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak regiert das Land seit 1981 und ist damit vermutlich der dienstälteste Autokrat der Welt. Selbstverständlich ist er, wie es sich für ein...

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