05.07.2005
Röhrende Stille
Gegen die Unsterblichkeitsphrasen der Kirchenheinis: David Albaharis serbisch-kanadische Erzählungen
Von André Dahlmeyer
Als vor Jahren einmal ein Freund von mir nach ausgiebigster Meditation, bremsverstärkt durch exzessives Vorsichhinstarren die Bemerkung »Meine Hände sind ganz schön blaß – findest du nicht!?« fallen ließ, dachte ich, jetzt ist es so weit. Bei David Albahari sind es die Füße. Genauer gesagt: »die Muskeln seiner Füße«. Sie prickeln.
Nach den Romanen »Mutterland« sowie »Götz und Meyer« nimmt uns der 56jährige, in Belgrad geborene und vor einigen Jahren nach Calgary,...
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