27.06.2005
Keine Wahl gehabt
Iran: Arme, Arbeitslose und Gläubige stimmten für Hardliner Ahmadinedschad als neuen Präsidenten. Regierungen in Europa und den USA kritisieren Votum
Von Mahmoud Bersani
Kein frei gewählter Staatspräsident, sondern ein »Manager im Dienste der Machthaber« werde der Sieger der iranischen Präsidentschaftswahl – unabhängig von deren konkretem Ausgang – sein. Das hatten 600 Politiker und Studentenaktivisten aus dem In- und Ausland im Vorfeld des Urnengangs erklärt. Verlauf und Ergebnis der Wahl dürften die Kritiker in ihrer Ansicht bestärken. Mit dem Teheraner Bürgermeister Mahmoud Ahmadinedschad siegte am Wochenende ein bekennender Hard...
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