20.06.2005
Bolaños klebt an Macht
Nicaragua: Monatelanger Streit um Macht zwischen Parlament und Präsident spitzt sich zu. OAS-Vermittlungen gescheitert. Kritik auch an FSLN-Führung
Von Harald Neuber
In Nicaragua sollen Neuwahlen stattfinden, wenn möglich bereits im November diesen Jahres. Mit dieser Forderung reagierte der ehemalige Staatschef und Präsident der Sandinistischen Befreiungsfront (FSLN), Daniel Ortega, am Samstag auf die schwere politische Krise in dem mittelamerikanischen Land. Kurz zuvor waren Schlichtungsgespräche zwischen dem konservativen Präsidenten Enrique Bolaños und der Opposition aus FSLN und der Rechtspartei PLC gescheitert.
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