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10.06.2005

Abdullah B. traut sich

Nach Ende des Krieges im Südosten der Türkei: Ein Besuch bei kurdischen Binnenflüchtlingen in der Großstadt und bei Rückkehrern auf dem Land

Von Dieter Balle
Ayse B. ist den Tränen nahe. Als sie vor fünf Jahren aus ihrem zerstörten Dorf in die kurdische Metropole Diyarbakir kam, hatte ihr Mann gehofft, schnell Arbeit zu finden. Vergeblich. Nun sitze er den ganzen Tag im Teehaus, sei meist depressiv und schlage die Kinder, erzählt die 30jährige Frau. Das Geld, das ihr Ehemann durch Gelegenheitsarbeiten erhält und nach Hause bringt, reicht kaum, um die umgerechnet 30 Euro Monatsmiete für die kleine Anderthalb-Zimmer-Wohnun...

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