08.06.2005
Ein Attentat und viele Fragen
Der Busanschlag in Nepal wurde vom König den Rebellen zugeschrieben. Dabei liegt er nicht im Interesse der Maoisten – wohl aber des Monarchen
Von Hilmar König, Neu-Delhi
Wenn der Anschlag auf den Überlandbus vom Montag in Nepal tatsächlich das Werk der rebellierenden Maoisten gewesen sein sollte, wie der König überraschend schnell nach dem Attentat mitteilte, dann hätten sie ihrer Sache einen Bärendienst erwiesen. Was aber soll es nützen, einen mit Zivilisten überladenen Bus in die Luft zu sprengen, über 50 Menschen in den Tod zu reißen und mehr als 70 Passagiere zu verletzen? Solche Anschläge leiten Wasser auf die Mühlen des Monarc...
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