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15.04.2005

Unbewältigtes Erbe

Höhepunkt eines blutigen Konflikts: Vor 30 Jahren zogen die Roten Khmer siegreich in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh ein

Von Rainer Werning
Am 17. April 1975, bereits zwei Wochen vor der vernichtenden Niederlage der USA in Vietnam und dem Fall Saigons, marschierten im Nachbarland Kambodscha Truppen der Roten Khmer siegreich in Phnom Penh ein. Vorbei war die verhaßte Militärdiktatur des 1970 mit Hilfe der CIA an die Macht gehievten Marschalls Lon Nol. Die vormals verschlafene Hauptstadt war während der systematischen US-amerikanischen Flächenbombardements – die vietnamesische Nachschublinie verlief teilw...

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