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Nachschlag: Ursache und Wirkung

→ Presseschau. Mi., 7.05 Uhr, DLF

Foto: Marc John/IMAGO
Wenn haarsträubender Unsinn und gefährliche Scharfmacherei überborden, darf die Junge Union auf ihrem »Deutschlandtag« nicht abseits stehen (Bonn, 18.10.2026)

Der Versuch, die »rot-grün-roten« Koalitionsverhandlungen in Berlin zu torpedieren, hält an. Am Mittwoch stimmte der Deutschlandfunk erneut mit seiner »Presseschau« in das Gezeter ein. Bild wird bemüht, um die Partei Die Linke unter Hinweis auf Frankreich zu diskreditieren: Zur Warnung vor Bündnissen mit ihr sei am Sonnabend ein »links­extrem-islamistischer Mob« »plündernd und brandschatzend« durch Paris gezogen. Der Münchner Merkur wird mit der Behauptung zitiert, dass sich die vielgelobte »Mitte« der Gesellschaft »im Zangengriff von Linksextremen und Islamisten« befinde. Schon vergessen ist anscheinend die Gefahr durch die Ultrarechten. An die konnte sich immerhin Kanzler Friedrich Merz am Dienstag im Gespräch mit Bloomberg erinnern, das vom DLF nicht angeführt wird: Als »höchstwahrscheinlichen Grund« für »Spannungen und Unruhen« in der EU benannte er »nichtintegrierte Leute, Migration – und Teile der Wählerschaft wählen extrem rechts oder links«. Wenn er mal nicht auch in anderen Fragen Ursache und Wirkung verwechselt. (jt)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2026, Seite 14, Feuilleton

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