Nachschlag: Auf Symptome reagieren
→ ARD-Story. Mo., 23.50 Uhr, ARD
Mittlerweile fühlt sich jede zweite Frau laut Umfragen im öffentlichen Nahverkehr unsicher – nachvollziehbar, denn Gewaltdelikte und Bedrohungssituationen nehmen tatsächlich drastisch zu. In Nordrhein-Westfalen etwa sind Körperverletzungen in Bus und Bahn allein in den vergangenen zwei Jahren um über zehn Prozent gestiegen. Die Dokumentation »Nächster Halt: Auf die Fresse?« beleuchtet die Sicherheitslage im ÖPNV. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn werden begleitet. Die Fälle, von denen berichtet wird – Angriffe bis hin zu Mord – sind schockierend. Die Gegenmaßnahmen machen aber den Eindruck der reinen Symptombekämpfung. Kleine Verbesserungen wie mehr Licht an Haltestellen oder Sicherheitstrainings für Beschäftigte sind wichtig, doch der Ruf nach immer mehr Überwachung ist fragwürdig. In einem neuen Projekt werden in U-Bahnen Schlägereien nachgespielt, damit die mit Überwachungskameras verknüpfte KI trainiert wird, Bedrohungsszenarien automatisch zu erkennen. Ausgeblendet bleiben die gesellschaftlichen Gründe für zunehmende Gewalt. (mp)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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