Elf Tötungsdelikte auf rechte Motive geprüft
Göttingen/Hannover. Niedersachsen lässt elf Tötungsdelikte aus den Jahren 1990 bis 2017, die bisher nicht in der Statistik der politisch motivierten Kriminalität erfasst sind, auf rechte Tatmotive prüfen. Die Ergebnisse soll das vom niedersächsischen Innenministerium beauftragte Forschungsteam erst im Februar 2028 vorlegen, wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine am Sonntag berichtete. Zu den untersuchten Fällen zählt eine Tat in Rosdorf vom 1. Januar 1991: Zwei Angehörige der neonazistischen Freiheitlichen Arbeiterpartei hatten den 21jährigen Alexander Selchow erstochen, nachdem dieser die beiden als »Nazischweine« bezeichnet hatte. Dennoch wurde die Gewalttat nicht als »Todesfall rechter Gewalt« eingestuft. (jW)
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