05.04.2005
Der Papst brüllte: »Ruhe!«
Wie Johannes Paul II. einmal das revolutionäre Nikaragua in Ordnung bringen wollte
Von Reimar Paul
Willkommen im freien Nikaragua, dank Gott und der Revolution«. Dieser Satz stand auf einem großen Transparent am Flughafen von Managua, als die Maschine des Papstes am 3. März 1983 in der Hauptstadt Nikaraguas landete. Dort waren die Sandinisten knapp vier Jahre an der Macht, ihre Revolution hatte die Diktatur des Somoza-Clans hinweggefegt. Kulturminister war damals der Priester und Dichter Ernesto Cardenal, auch weitere Geistliche gehörten der Regierung an.
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