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Bulletin für irreguläre Nachrichten

Die Drohnen dröhnen im Vornachmerz

Foto: Jan Woitas/dpa
Drohnen drohen Leipzig

Bundeskanzler pennt

Viereinhalb Wochen haben seine Ignoranz Merz Urlaub gemacht, während Flüsse ausgetrocknet und Wälder abgebrannt sind und 14.000 Omas im Heim frittiert wurden. Im selben Zeitraum brach der klapprige US-Präsident drei Friedensverträge und zerstörte neunmal den Iran. Egal. In den Umfragen liegt der faule Fritz bei 85 Prozent Ablehnung. Das toppt nicht einmal Björn Höcke in Görings Unterwäsche.

Russland macht ernst

In einem Wald bei Berlin wurde ein »Waffenlager« gefunden, voriges Jahr schon. Weil niemand kam, um die zwei (!) Pistolen auszugraben, wurde jetzt ein Mann in Rumänien verhaftet. Was beweist, dass die Russen dahinterstecken, logisch.

»Warum die Russen?« fragte Verfassungsschützer H. Bundespanikminister Dobrindt. Der sagte: »Na, hören Sie mal, das waren russische Makarows!« – »Und? Wir haben im VS-Magazin hunderttausend russische NVA-Pistolen.« Agent H. wurde abkommandiert in den Keller zum Zerlegen von Maschinengewehren.

Dobrindt gibt Luftalarm

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Im Sommerloch sind auch noch drei Sprengstoffdrohnen aufgetaucht. Sie ließen sich widerstandslos festnehmen und verweigern die Aussage. Eine lag nur rum, eine griff ein Flugzeug an, ohne zu explodieren, die dritte flatterte blöd umher, bis sie von einem Busfahrer heruntergetreten wurde. Der Kollege bekam einen Blumenstrauß und wurde zum Verfassungsschutz versetzt. Da sitzt er nun im Dachgeschoss und muss zerlegte Maschinengewehre zusammensetzen.

Wieder die Russen? Die Angriffe machen einen so dilettantischen Eindruck, bemerkten Experten, dass staatliche Akteure als Urheber ausgeschlossen seien. Ausländische staatliche Akteure, wohlgemerkt; über das Bundesamt für Verfassungsschutz wollten sie nichts sagen.

Ein Abteilungsleiter dieses Amtes hat den Dobrindt darauf hingewiesen, dass die Bestände an russischen Drohnen beim Tempo seiner Entdeckungen bald aufgebraucht sein werden. Er trägt jetzt den ganzen Tag Maschinengewehre vom Keller ins Dachgeschoss und zurück.

Chrupalla leugnet Klimawandel

»Für mich war das ein ganz normaler Sommer«, sagte der AfD-Heini im ARD-Fernsehen. Im Anschluss wurde Chrupalla in die Parteizentrale gefahren und wieder aufgezogen. Eine neue Platte mussten sie ihm nicht einsetzen, die alte läuft noch gut in Deutschland.

Weiter nichts Neues im Westen

US-Präsident Trump droht Oman mit Bomben und Iran mit Wirtschaftskrieg. Oder andersherum, er hat sich noch nicht entschieden. Vielleicht beides, vielleicht gar nichts. Nordkoreas Kaiser Kim III. überschüttet er mit Liebe. Weshalb der sein Militär in Alarmbereitschaft versetzt hat.

Die SPD ist untergegangen

Es wurde schon länger befürchtet, nun ist es passiert: Der Untergang der deutschen Sozialdemokratie fand am 19. August im Berliner Wannsee statt, von der Öffentlichkeit zunächst unbemerkt. Erst Tage später fiel einer Wilmersdorfer Witwe, die ihren Kaiman Gassi führte, am Ufer strenger Geruch auf. Die SPD konnte nur noch tot an Land gezogen werden, an allen Gliedern von Aalen angenagt. Das Hirn war ihr schon vor dem Untergang ­ausgelaufen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2026, Seite 10, Feuilleton

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