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Syrischer Drusenchef umwirbt Besatzer
Die Drusen in Syrien seien »ein untrennbarer Teil des Staates Israel. Das ist es, was uns ausmacht«, sagte der drusische Geistliche Hikmat Al-Hidschri in einem am Dienstag veröffentlichten Video. »Selbst was unseren Glauben betrifft, haben wir Gemeinsamkeiten mit diesem Staat«, so Hidschri laut The New Arab weiter: »Wir sind ein Teil davon.« Er ist eines der drei geistlichen Oberhäupter in der mehrheitlich von Drusen bewohnten Provinz Suweida im Südwesten Syriens. Seine Äußerungen kommen wenige Tage nach einem Treffen zwischen Mossad-Chef Roman Gofman und dem syrischen Außenminister Asaad Al-Schibani im jordanischen Amman, heißt es beim israelischen Sender I 24 News.
Der Sicherheitschef von Suweida, Sulaiman Abd Al-Baki, kritisierte am Dienstag abend gegenüber dem arabischsprachigen Nachrichtenkanal Al-Hadath, dass Hidschri ein separatistisches Projekt vorantreibe. Er repräsentiere nicht Suweida, sondern »Gesetzeslose«. Zugleich erklärte Abd Al-Baki, Israel nutze den Geistlichen als »Druckmittel« gegenüber Syrien. Laut der libanesischen Nachrichtenseite Waradana hatte Abd Al-Baki bereits Anfang August erklärt, dass Hidschri in Suweida keine nennenswerte Unterstützung genieße. Er warf Israel vor, mit Hidschri verbundene Kräfte zu unterstützen, um in der Provinz Unruhen zu schüren.
Nach dem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad im Dezember 2024 durch dschihadistische Milizen hat Israel mit seinen Luft- und Seestreitkräften eine kurze und extrem intensive Angriffswelle gegen Syrien geführt und innerhalb weniger Tage Hunderte Ziele zerstört. Parallel fielen Bodentruppen im Süden in die von der UNO kontrollierte entmilitarisierte Zone auf dem Golan ein, besetzten darüber hinaus neue syrische Gebiete, darunter auch auf dem strategisch bedeutenden Berg Hermon im syrisch-libanesischen Grenzgebiet, und errichteten dort illegale Militärstützpunkte. Diese völkerrechtswidrige Besatzung wurde von israelischer Seite auch mit dem vermeintlichen Schutz der drusischen Gemeinschaft gerechtfertigt.
Ein Besuch des israelischen Kriegsministers Israel Katz bei Truppen in den besetzten syrischen Gebieten am Dienstag ist von Damaskus als »illegales Eindringen« scharf verurteilt worden. Das syrische Außenministerium sprach von einer »eklatanten Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität«, meldet The New Arab. Es forderte die Staaten der Welt auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Israel zur Beendigung der »wiederholten Verletzungen« zu zwingen.
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