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Kubaner ausgewiesen
Santo Domingo beugt sich US-Kurs
Mit dem rechten Staatschef der Dominikanischen Republik, Luis Abinader, unterstützt ein weiterer Vasall der USA in der Region den Versuch Washingtons, Kuba nicht nur wirtschaftlich zu strangulieren, sondern auch diplomatisch zu isolieren. Die Regierung des Multimillionärs forderte Havanna am Donnerstag auf, innerhalb von sieben Tagen zehn diplomatische Vertreter samt Familienangehörigen abzuziehen.
Das kubanische Außenministerium protestierte in scharfer Form und erklärte, dass es keinen Grund gebe, der den Schritt rechtfertige. Auch die in Santo Domingo erscheinende konservative Tageszeitung Diario Libre bemängelte, dass die Regierung Abinader nicht die Umstände offenlege, »die zur Ausweisung eines Teils der kubanischen Mission geführt haben«.
Nach Ansicht Havannas gibt es keine andere Erklärung »als die Unterwerfung der Regierung der Dominikanischen Republik unter den Druck der US-Regierung«, die darauf aus sei, »unsere diplomatischen Beziehungen zu den Ländern der Region« zu beschädigen. »Es ist nicht das erste Mal, dass sich die dominikanische Regierung der feindseligen Politik und der aggressiven Eskalation der USA gegenüber unserem Land anschließt. Der Ausschluss Kubas vom verschobenen 10. Amerikagipfel und die Änderung der Stimmabgabe der Dominikanischen Republik zur kubanischen Resolution gegen die Blockade in der UN-Generalversammlung sind Beispiele dafür«, heißt es in der Erklärung des Außenministeriums.
Laut Telesur erfolgte der Schritt genau einen Tag nach einem Treffen der sogenannten Koalition der Amerikas gegen die Kartelle (A3C) im Rahmen von Donald Trumps Initiative »Schild der Amerikas«, zu dem sich in Panama am Mittwoch Vertreter verschiedener rechter Regierungen der Region, darunter auch der Dominikanischen Republik, versammelt hatten. Die dominikanische Journalistin Lilliam Oviedo wies zudem auf die Aktivitäten der derzeitigen US-Botschafterin und ehemaligen CIA-Agentin Leah Francis Campos in ihrem Land hin, die der Regierung Abinader »den Stempel der Trump-Regierung« aufdrücke.
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