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»Der große Big Bang«, den Friderico Mörx seit Wochen mit inkommensurablem sprachlichen Takt beschwört, um ihn im gleichen Atemzug als irreal zu markieren, findet täglich dutzend-, hundert-, tausendfach im von Plattformen strukturierten »Universum der Rede« (Herbert Marcuse) statt. Man könnte eine Schriftstellerexistenz darauf gründen, allein Partikel des großgroßen Bullshits zu sammeln und zu glossieren – so weit einen die Kräfte trügen. Es wäre ein unabschließbares Unterfangen à la Walter Kempowski.
Eines der Arschgesichter, das sich in der Disziplin des zutiefst unanständigen Herumkeifens neuerlich profiliert hat, ist der Bundessprecher der Grünen Jugend, Luis »Hurensohn« Bobga. Ich frage mich nicht selten, ob Richard Sennett, Autor des epochalen soziologischen Werks »Verfall und Ende des öffentlichen Lebens«, den Amoklauf der Gattung noch mitverfolgt. Seine Lehrerin Hannah Arendt hätte die Waffen gestreckt, und Zygmunt Bauman fehlt auch.
Dieser Bobga, ein prototypischer generationeller Vertreter des intellektuell explodierten, verwüsteten Westens, postete (Orthographie und Interpunktion habe ich korrigiert): »Du sagst, Elfmeter heißt Nervenkitzel, aber was ist das für Deine Nachbarin, wenn Fehlschuss bedeutet, dass ihr Mann sie danach zusammenschlägt?« Und: »Wie viele Männer haben heute nacht um halb zwei wohl rotzevoll die Wut auf Paraguay an ihren Frauen rausgelassen?«
Ich verkneife mir Anmerkungen zu kulturell geringfügig andersgelagerten Fällen von (oft tödlicher) Gewalt gegenüber Frauen, und ich tue den Teufel, von kognitiver Dissonanz zu sprechen. Bobga und Konsorten werden sowieso nie raffen, dass sie Rassisten reiner arischer Provenienz sind: »Gefreut« habe er sich, »dass Havertz und Woltemade verschossen haben und nicht Undav und Sané, aber für die Diskussion seid ihr nicht ready«. Und die Krönung: »Hängt die scheiß Deutschland-Flaggen ab«, die Palifahnen bleiben natürlich hängen.
Mir fällt eine Batterie von Begriffen ein: Obsession, Zwangsneurose, Projektion, Manichäismus, Freund-Feind-Religion usw. Es genügt: Assi. Schlechterzogener, megalomanischer Assi. Und darin gleicht er – die diesbezüglichen Andeutungen und Schilderungen häufen sich – der Weißwurstkartoffel Nagelsmann, einem königlich erratischen Coach, der nicht geruht, mit den ihm Anvertrauten zu reden, der den Torwart Oliver Baumann auf schweinische Weise abserviert hat, der seine Macht genießt, indem er mal diesen, mal jenen mit Missachtung oder Belehrung straft.
Und in ARD und ZDF? Man staune: bislang nichts dazu.
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