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12.06.2026, 19:45:09
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Explosion in Amsterdam: Spur Richtung Deutschland
Amsterdam. Nach einer schweren nächtlichen Explosion an einem Wohnblock in Amsterdam mit sieben Verletzten und 400 evakuierten Anwohnern gibt es Hinweise auf einen kriminellen Hintergrund. Es seien mehrere Menschen festgenommen und einige Autos beschlagnahmt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. In der Nacht zu Freitag war es kurz nach Mitternacht in einem Nebengebäude eines Wohnblocks, in dem sich ein rund um die Uhr geöffnetes Fitnessstudio befindet, zu einer heftigen Explosion gekommen. Das Gebäude geriet in Brand und stürzte teilweise ein. Wie die Zeitungen Het Parool und De Telegraaf unter Verweis auf Angaben der Feuerwehr und von Zeugen berichteten, soll eine Gruppe junger Männer in Kellerräumen unter dem Fitnessstudio Sprengsätze angefertigt haben, wie sie für das Aufsprengen von Geldautomaten verwendet werden. Aus Polizeikreisen hieß es, dass es Ermittlungen in diese Richtung gebe. Konkret soll es um die Vorbereitung eines entsprechenden Überfalls in Deutschland gegangen sein, schrieb Het Parool. Mindestens sechs Sprengsätze sollen unbeabsichtigt explodiert sein, weil jemand in der Umgebung geraucht haben soll.
Der Anführer der kriminellen Bande soll beide Beine und einen Arm bei der Explosion verloren haben. Zeugen hätten unmittelbar vor der Explosion mehrere Autos, darunter einen hochmotorisierten Audi, wegrasen sehen, schrieb De Telegraaf. Auf einem Foto der Zeitung war ein entsprechender Wagen mit deutschem Kennzeichen zu sehen, den die Polizei später in der Umgebung abschleppte. Seit Jahren wird eine Gruppierung aus den Niederlanden für Sprengungen von Geldautomaten in Deutschland verantwortlich gemacht. Sie firmiert wegen ihrer Vorliebe für PS-starke Wagen auch als »Audi-Bande«. Die Täter flüchten jeweils mit hochmotorisierten Autos und extrem rücksichtslosem Fahrverhalten. (dpa/jW)
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