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Hundewinkel
Gras
Gestern haben wir über den Montag und den Dienstag dieser Woche gesprochen, heute sprechen wir über den Mittwoch und den Donnerstag dieser Woche.
Vorher ist flott nachzureichen, dass Keij-Emm-Eijtsch (KMH) aus dem »Team Kimmich« – they call it brand new journalism – von »drei austragenden Orten« geschwärmt hatte, von drei auf die Fläche niedlicher Flecken geschrumpften Ländern, die synchron schwanger sind. They call it fucking fancy language.
»Das Anzünden der Stimmung« (M. Sirin) hatte mithin, ähhh – stattgefunden? War vollbracht worden? Ist passiert gewesen? Daran erkennt ihr sie jedenfalls, unsere stets zackig woken Brothers und Sisters: dass sie die Sprache niedergeknüppelt und zerschlagen und die qualmenden Reste in Beton gegossen haben, nacheifernd dem deutschen Bürokraten und dem arischen Blockwart. Man lese Victor Klemperers »LTI«, und man nicke.
Auf dem strahlend weißen, ergo rassistisch-imperialistischen Sofa in der »wm arena« fand sich ab Mittwoch dankenswerterweise der ZDF-Fachmann, der »XXL-Experte« (Lena Kesting) René Adler ein. Ich serviere ein Abstract seiner funkelnd gescheiten »Expertisen«: Das »Ego« von Ronaldo könne für die Portugiesen hinderlich sein. Bei Frankreich »wird’s keine Probleme geben«. Argentinien »hat ’ne gute Mannschaft«. Manuel Neuer (»Wade der Nation«) müsse »auch körperlich« zeigen, »dass der Körper hält«. Und »mehr Symbiose mit den Fans« sei wünschenswert, »das kann dir dann wirklich ’nen Push geben«.
Zwischendrin interviewte MMM (Moderatorin Mirjam »Torwärte« Meinhardt), weil das »noch viel mehr sinnvoll ist« und nicht in der Hand, sondern in Mund und Mind schmilzt, die »Fußballinfluencerin und Contentkreatorin« Meira Werner, die laut Selbstauskunft »eher aus ’ner Kulturperspektive des Fußballs« kommt und darob ein Video gepostet hat, in dem sie die Hunde der Spieler rankt und folglich praktisch »den Winkel der Hunde« einnimmt, was weitere »so Hundewinkelvideos« nach sich ziehen werde, im Sinne wohl der »Announcement«-Politik des DFB, der ebenfalls »’nen Superwinkel gefunden« habe, der »süß« sei, »boah, echt«.
Kann nicht anybody so ’ne schnuckelige Atombombe auf dieses Social Media schmeißen? »You got to be crazy« (Pink Floyd), yeah.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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