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Geo- und Energiepolitik

IAEA-Bericht: Keine großen Änderungen bei Irans Atomprogramm

Foto: Helmut Fohringer/APA/dpa
Für den Bau von Atomwaffen ist ein Reinheitsgrad von etwa 90 Prozent erforderlich

Wien. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sieht trotz des seit drei Monaten andauernden Krieges ⁠der USA und Israels gegen den Iran ⁠keine größeren Veränderungen am iranischen Atomprogramm. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der Behörde an die Mitgliedstaaten vom Donnerstag hervor, in den ‌die Nachrichtenagentur Reuters Einblick erhielt. Es ist die erste Bestandsaufnahme seit Beginn der Angriffe ‌Ende Februar. US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatten die Zerstörung des Atomprogramms als eines ihrer ⁠Hauptziele im Krieg genannt.

In dem Dokument ‌fordert die IAEA die Regierung in Teheran erneut auf, den Verbleib von Beständen an angereichertem ​Uran zu klären. Seit einer früheren US-israelischen Bombardierung der wichtigsten iranischen Atomanlagen im vergangenen Juni fehlt von dem Material jede Spur. Die Behörde habe seit fast einem ‌Jahr keinen Zugang mehr, um die Bestände an schwach und hoch angereichertem Uran zu überprüfen, ‌hieß es in ‌dem Bericht. Dies sei ⁠ein ⁠Grund zur Sorge über die Weiterverbreitung von Atomwaffen. Die lückenlose Überwachung des Nuklearmaterials müsse dringend wiederhergestellt ⁠werden. Die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags sei unerlässlich und ‌dürfe unter keinen Umständen ausgesetzt werden. (Reuters/jW)

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Erschienen am 05.06.2026, Ausland

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