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Politshow

Völler: Keine politischen Aktionen bei der WM

Foto: Federico Gambarini/dpa
Rudi Völler, DFB-Sportdirektor, am Mittwoch in Herzogenaurach

Herzogenaurach. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat für die Nationalmannschaft eine Lehre aus den politischen Debatten bei der vergangenen WM in Katar gezogen. Der Fokus beim am 11. Juni beginnenden Turnier in Kanada, Mexiko und den USA soll alleine auf den Fußball und den sportlichen Erfolg gerichtet werden. »Das wird es nicht mehr geben, dass unmittelbar vor einem Spiel irgendwelche Aktionen oder Interviews gestartet werden«, sagte der 66jährige rückblickend auf die Debatten um die Kapitänsbinde vor dem mit 1:2 verlorenen ersten WM-Gruppenspiel vor vier Jahren gegen Japan.

Vor dem Anpfiff des Japan-Spiels hatten sich die deutschen Spieler beim Teamfoto demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten. Ursprünglich wollte die DFB-Elf mit einer Regenbogen-Binde am Arm ihres damaligen Kapitäns Manuel Neuer auflaufen. Das war vom Weltverband FIFA untersagt worden. Am Ende stand das Vorrunden-Aus. Das Hineintragen von politischen Inhalten in den sportlichen Wettbewerb und die aufgeregte Debatte darum wurden damals von vielen Beobachtern für das schlechte Abschneiden mitverantwortlich gemacht. International wurde das »politische« Auftreten der deutschen Nationalmannschaft vielfach als selbstgerecht und peinlich wahrgenommen.

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Völler äußerte sich auch zu einigen Boykott-Forderungen, die es im Vorfeld der WM gegeben hatte, ablehnend. »Ich war schon als junger Spieler gegen einen Boykott«, sagte er mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau, die von zahlreichen westlichen Ländern inklusive der Bundesrepublik boykottiert worden waren. »Ich fand das damals schon falsch. Und gebracht hat es gar nichts«, äußerte Völler. (dpa/jW)

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Erschienen am 28.05.2026, Sport

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