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12.05.20262 Leserbriefe
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»Energiemangel als Zwangsinstrument«
UN-Sonderberichterstatter fordern Ende von US-Treibstoffblockade gegen Kuba
Die Sprache der UNO zu Washingtons Kuba-Politik wird deutlicher: Eine Gruppe von UN-Menschenrechtsexperten hat am Donnerstag ein sofortiges Ende der US-Energieblockade gegen Kuba gefordert. Sie stelle eine »Energiehungersnot« (englisch: »energy starvation«) dar – mit »schwerwiegenden Folgen für die Menschenrechte und die Gesamtentwicklung des Landes«, so drei Sonderberichterstatter für das Recht auf Entwicklung, Nahrung und Trinkwasser. Seit Ende Januar versucht Washington, das sozialistische Kuba vom globalen Treibstoffmarkt abzuschneiden und so dessen Wirtschaft zu zerstören. Zwar erreichte Ende März eine erste russische Öllieferung die Insel, doch nach Einschätzung der UN-Experten bleibt die humanitäre Lage sehr schlecht.
Die illegale Blockade beeinträchtige das kubanische Volk nicht nur im Alltag, »sondern untergräbt die Ausübung einer Vielzahl grundlegender Menschenrechte«, erklärten sie. Der akute Treibstoffmangel gefährde zunehmend das Recht auf ein würdevolles Leben und verschärfe die ohnehin angespannte soziale Lage auf der Insel. Besonders betroffen seien zentrale Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge wie Gesundheit, Bildung und Transportwesen.
Aufgrund fehlender Transportmöglichkeiten hätten etwa zahlreiche Menschen medizinische Einrichtungen nicht rechtzeitig erreichen können, während eine große Zahl an Kindern und Jugendlichen landesweit am Schulbesuch gehindert worden sei. Die Auswirkungen träfen insbesondere vulnerable Bevölkerungsgruppen. Nach vorliegenden Berichten sehe sich das kubanische Gesundheitssystem inzwischen mit einem Rückstau von mehr als 96.000 ausstehenden Operationen konfrontiert, darunter bis zu 11.000 Eingriffe bei Kindern. Die UN-Experten warnen, dass sich die humanitäre Lage weiter zuspitzen könnte, wenn die Einschränkungen im Energiesektor bestehen bleiben.
Besonders aus völkerrechtlicher Perspektive sehen die Experten das Recht Kubas auf Entwicklung erheblich eingeschränkt. Die anhaltenden Maßnahmen Washingtons behinderten nicht nur die wirtschaftliche Entfaltung des Landes, sondern wirkten sich unmittelbar auf die sozialen und kulturellen Rechte der Bevölkerung aus. Aufgrund des chronischen Treibstoffmangels könnten zahlreiche öffentliche Dienstleistungen nur eingeschränkt oder gar nicht gewährleistet werden. Immer wieder komme es zu Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr, Unterbrechungen der industriellen Produktion sowie zu Engpässen bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten. Die Sonderberichterstatter verwiesen darauf, dass Energieversorgung eine grundlegende Voraussetzung für die Verwirklichung elementarer Menschenrechte darstelle. Entsprechend fällt ihre juristische Bewertung aus: »Energiemangel als Zwangsinstrument ist mit internationalen Menschenrechtsnormen unvereinbar.« Zudem seien auch die in der US-Exekutivanordnung angeführten Rechtfertigungen für die Maßnahmen haltlos, denn Kuba stelle keine »außergewöhnliche Bedrohung« für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten dar.
Die jahrzehntelangen US-Sanktionen hatten bereits vor der jüngsten Verschärfung im Energiesektor dramatische Auswirkungen auf Kuba, wie in der Mitteilung betont wird. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt auch der jährliche Bericht des UN-Generalsekretärs António Guterres zur US-Blockade gegen die Insel. Darin werden die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Maßnahmen jährlich ausführlich dokumentiert.
Im Bericht des vergangenen Jahres hatte Guterres den wirtschaftlichen Schaden, den Kuba zwischen März 2023 und Februar 2024 infolge von US-Sanktionen erlitten hat, auf mehr als fünf Milliarden US-Dollar beziffert. Besonders seien der Tourismus, der Zugang zu internationalen Finanzmärkten sowie die Energieversorgung betroffen gewesen. Infolge der aktuellen Treibstoffblockade dürfte der Schaden noch mal dramatisch gestiegen sein.
Die Sonderberichterstatter kündigten an, ihren Bericht der US-Regierung vorzulegen und auf ein Ende der Treibstoffblockade zu drängen. Dass Washington darauf eingehen wird, ist nahezu ausgeschlossen – US‑Präsident Donald Trump hat der UNO immer wieder die Legitimität abgesprochen, und die UN-Appelle der vergangenen Monate zur humanitären Notlage auf der Insel ignorierte er allesamt. Die US-Administration hält an ihrer Politik fest, über das herbeigeführte Leid der kubanischen Bevölkerung Druck auf Havanna auszuüben. Die humanitäre Situation in Kuba bleibt also äußerst prekär.
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Onlineabonnent*in Renate F. aus D. 12. Mai 2026 um 19:42 UhrDie schönen Worte des UN‑Generalsekretärs (obwohl es mich wundert, dass er sich traut sie auszusprechen) nützen uns nichts. Wir sollen systematisch umgebracht werden, wenn wir die Bedingungen der USA nicht erfüllen. Verhandlungen gibt es nicht. Wenn es in Europa und den USA nicht gelingt, die Menschen gegen den systematischen Mord (schön langsam, damit wir auch richtig leiden) zu mobilisieren, wird die Welt der Vernichtung eines weiteren Volkes zusehen, das immer nur andern Völkern geholfen hat. Eine Schande! Ein neuer Tag mit 15 bis 20 Stunden ohne Strom, 34 Grad im Schatten, Wasserproblemen (denn dafür braucht man auch Strom) und eine Nacht mit vielen Moskitos erwartet uns. Das ist nur das normale Elend. Wenn man krank wird, ist alles noch schlimmer. Wir geben nicht auf, haben am Wochenende den Muttertag mit Inbrunst und lauter Musik gefeiert und besonders in den Gemeinden hängen sich alle rein, um das Leben für alle erträglicher zu machen. Wir träumen weiter. Gebt uns 5 Jahre ohne Blockade, 5 Jahre, in denen wir leben können, wie andere und wir wären ein prosperierendes Land mit bescheidenem Wohlstand für alle. – Gebt uns eine Chance!!
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Frank Adam aus 02625 - Bautzen 16. Mai 2026 um 00:43 UhrIch besuchte die Insel Cuba zweimal. Das erste Mal 2024, per Rundreise im klimatisierten Bus und Hotelkomplexen. Das schöne Land wurde uns Touristen aus Ost- und Westdeutschland in den besten Farben nähergebracht. Es war einfach umwerfend, das erleben zu dürfen. Viele kulturelle Angebote wie die großartige Tanzveranstaltung in Havanna und die Top-Musikveranstaltung begeisterten alle. Besuche im Hemmingway-Museum, im Botanischen Garten, bei Cubanern auf einer kleinen Insel im See, oder bei Tabakbauern im Viñales Tal, des Nationalmuseum des Internationalisten Che Guvarra wie auch der Besuch der Prähistorischen Wand und zahlreiche weitere Höhepunkte trugen dazu bei, dass ich gewillt war im November 2025 bis Januar 2026 mit den Cubanern unterm ihrem Dach zu leben. Ihre Gastfreundschaft war höchst ehrlich, ungemein beeindruckend. So lernte ich das Leben der Bevölkerung von Puerto Esperanza über Viñales, Pinar del Rio, Havanna, Trinidad, Sancti Spiritus, Holguin, Moa, Nibujón, Baracoa näher kennen, die Menschen lieben. Trotz Armut waren die Menschen hoffnungsvoll, die unmenschliche Blockade der USA zu überleben. Ein stolzes Volk wollte und will nicht mehr wie im Staat Cuba von vor 1959 unter Batista leben. Wenn Cuba unsere deutsche Freiheit nur zur Hälfte hätte, wäre es ein prosperierendes Land frei von Ausbeutung und hohem Lebensstandard. Daher muss jeder gesunde Menschenverstand die Verbrechen der USA anprangern, verurteilen. Das Mafiakonstrukt der USA muss international gebrandmarkt werden. Und verurteilt werden mittels milliardenschweren Reparationszahlungen an Cuba. Ich selbst übte aktiv Solidarität in Form von Finanztranfers, nachweislich mehrere Tausende Euros. Und jetzt im Rentenalter spende ich verschiedenen Bedürftigen von meiner Armutsrente 50€/Monat. Ich hoffe und wünsche, dass Cuba von der Geisel der US-Verbrecher-Mafia befreit wird und seinen friedlichen Entwicklungsweg zum Aufbau einer sozialistischen Gesellschaftsformation fortsetzen kann. Viva Cuba libre!
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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