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US-Krieg gegen Iran

Gefechte unter Waffenruhe

USA gegen Iran: Lage nach wechselseitigen Angriffen beruhigt

Foto: Majid Asgaripour/WANA (West Asia News Agency) via REUTERS
Mit der Blockade der Meerenge von Hormus hat Iran ein starkes Druckmittel in der Hand (Teheran, 8.5.2026)

Die Reaktion des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi am Freitag war deutlich: »Jedesmal, wenn eine diplomatische Lösung im Raum steht, entscheiden sich die USA für ein rücksichtsloses militärisches Abenteuer.« Bezug nahm der Diplomat auf die zuvor erfolgten stundenlangen Gefechte im Persischen Golf in der Nacht auf Freitag, bei denen die iranischen Streitkräfte drei US-Zerstörer bei der Ausfahrt über die Straße von Hormus unter Feuer genommen hatten. Ohne Schäden davongetragen zu haben, schrieb US-Präsident Donald Trump auf »Truth Social«. Später sagte er: »Die haben sich heute mit uns angelegt. Wir haben sie vernichtend geschlagen.« Gegenüber ABC News versicherte er, dass die Waffenruhe weiterhin in Kraft sei und die Verhandlungen mit Teheran andauerten. Laut diplomatischen Quellen erwartete Washington noch am Freitag eine Antwort Irans auf den über Pakistan vermittelten 14-Punkte-Plan für ein Ende des Krieges.

Irans Militärhauptquartier Khatam Al-Anbija erklärte am Freitag, die iranischen Angriffe hätten »erhebliche Schäden« an den US-Kriegsschiffen verursacht – was vom US-Zentralkommando dementiert wurde. Zudem wurden Washington Angriffe auf einen iranischen Öltanker und ein weiteres Schiff sowie auf zivile Gebiete auf der Insel Keschm und in nahen Küstenbereichen vorgeworfen. Des Weiteren beschlagnahmte Iran einen unter der Flagge von Barbados fahrenden Tanker wegen des mutmaßlichen Versuchs, die Ölexporte des Landes zu stören. Der seit Februar unter US-Sanktionen stehende Öltanker wurde staatlichen Medien zufolge an die Südküste des Iran eskortiert und den Justizbehörden übergeben.

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Und während Trump weiterhin großspurig davon spricht, Iran vernichtend geschlagen zu haben, hat sein Auslandsgeheimdienst eine leicht andere Einschätzung. Die Washington Post berichtete am Donnerstag unter Berufung auf eine CIA-Analyse, dass die Islamische Republik die von den USA seit dem 13. Oktober aufrechterhaltene Seeblockade der Meerenge für iranische Schiffe noch weitere drei bis vier Monate ohne größere ökonomische Einbrüche überstehen könne. Zudem verfüge Iran noch über etwa 75 Prozent seiner Vorkriegsbestände an mobilen Abschussvorrichtungen und etwa 70 Prozent seiner Vorkriegsbestände an Raketen. Neue Satellitenaufnahmen stellen auch frühere Aussagen zum Ergebnis iranischer Vergeltungsschläge in Frage: Demnach wurden mindestens 228 Gebäude oder Ausrüstungsgegenstände an US-Militärstandorten in der Region beschädigt oder zerstört.

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2026, Seite 7, Ausland

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