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USA

Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell eingestellt

Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
Vorerst nicht mehr im Visier der politischen Justiz: Jerome Powell (Washington, 18.3.2026)

Washington. Die Ermittlungen gegen US-Notenbankchef Jerome Powell wegen angeblich ausschweifender Renovierungskosten an der Federal Reserve (Fed) wurden vorerst eingestellt. Die Bezirksstaatsanwältin Jeanine Pirro, die als Verbündete von US-Präsident Donald Trump gilt, teilte am Freitag via X mit, die Einstellung der Untersuchungen ihrer Behörde angewiesen zu haben. Demnach sei der Generalinspektor nun für die Prüfung verantwortlich, von dem sie einen ausführlichen Bericht erwarte. »Sollten die Fakten dies rechtfertigen«, werde man die Strafverfolgung Powells wieder aufnehmen, betont Pirro.

»Die Drohung mit einer Anklage ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt«, hatte Powell im Januar das Verfahren gegen ihn publik gemacht. Seit geraumer Zeit pocht Trump darauf, dass die Fed den Leitzins senkt. In den vergangenen zwei Sitzungen hat sie indes keine Änderungen vorgenommen.

Derweil beschäftigt sich der Bankenausschuss des US-Senats mit dem nominierten Nachfolger von Powell, dem früheren Fed-Vorstandsmitglied Kevin Warsh. Dieser wurde von Trump vorgeschlagen und wird verdächtigt, die Unabhängigkeit der Zentralbank untergraben zu wollen, versichert aber, objektiv handeln zu wollen. (dpa/jW)

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Erschienen am 25.04.2026, Ausland

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