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USA: Gespräche zwischen Libanon und Israel

Washington. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wollten Vertreter der libanesischen Regierung und der von Israel am Dienstag vormittag (Ortszeit) direkte Gespräche führen. Diese sollten am Vormittag in der US-Hauptstadt Washington stattfinden. Zunächst sollten neben US-Außenminister Marco Rubio die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und der israelische Botschafter in Washington, Jechiel Leiter, daran teilnehmen. Israel und der Libanon unterhalten bisher keine diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

Die israelische Regierung strebt laut Außenminister Gideon Saar vermeintlich nach einer Normalisierung der Beziehungen zum Nachbarland. Israel und der Libanon hätten keine größeren Streitigkeiten untereinander. »Das Problem ist die Hisbollah«, sagte Saar am Dienstag vor Beginn der Gespräche mit Blick auf die Partei im Libanon. Eine Waffenruhe, wie sie die libanesische Präsidentschaft erreichen will, schließt Israel aber bisher aus und fordert zunächst eine Entwaffnung der Hisbollah. Erst vergangene Woche hatten brutale israelische Bombardements unter anderem auf dichtbesiedelte Viertel in Beirut offiziellen Angaben zufolge mindestens 357 Menschen getötet, darunter zahlreiche Zivilisten. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2026, Seite 6, Ausland

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