Pinguin und Seebär bedroht
Die frühere Weltnaturschutzunion, heute International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), stuft den in der Antarktis beheimateten Kaiserpinguin auf ihrer Skala der vom Aussterben bedrohten Arten neuerdings als »stark gefährdet« ein. Die Population der größten Art aus der Familie der Pinguine ging laut Daten der Organisation IUCN zwischen 2009 und 2018 um zehn Prozent zurück. Nach Auswertung von Satellitenbildern geht man von einer Gesamtzahl von 180.000 Tieren aus. Als Grund für den Rückgang gilt der Verlust des Meereises infolge des Klimawandels. Kaiserpinguine brauchen das Eis als Lebensraum für ihre Küken sowie während der Mauserzeit, wenn sie ein neues Gefieder bekommen und für kurze Zeit nicht schwimmen können. Sollte es nicht gelingen, die Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren, sei bis 2080 mit einer Halbierung der Population zu rechnen, teilte die IUCN am 9. April mit. Ebenfalls als »stark gefährdet« wird der Antarktische Seebär eingestuft, dessen Population sich von 1999 bis 2025 mit nun geschätzten 944.000 Tieren mehr als halbiert hat. Ihm fehlt es vor allem an Nahrung, weil der Krill, garnelenförmige Krebstiere, die Teil des Planktons sind, auf der Suche nach kaltem Wasser in immer tieferen Schichten lebt. (dpa/jW)
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