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Aus: Ausgabe vom 14.04.2026, Seite 15 / Natur & Wissenschaft

Nicht mehr im Trüben fischen

Lawrence. Der Angelfisch ist eines der merkwürdigsten Tiere unseres Planeten. Die Fische besitzen einen Rückenflossenstachel, der im Laufe der Evolution länglicher und beweglich wurde. Daraus hat sich eine Art »Angel« entwickelt, an deren Ende sich ein Köder befindet, der andere Tiere anlockt. Der Mechanismus des Anlockens ist dabei verschieden, bei manchen Arten sind es Vibrationen, bei anderen Lockstoffe. Am beeindruckendsten sind die Tiefsee-Anglerfische, deren Köder aus einem sogenannten Photophore, einem Leuchtorgan, besteht. Die Meeresbiologen Alex J. Maile und Matthew P. Davis von der University of Kansas haben die Herausbildung der Leuchtköder nun erstmals genauer untersucht, wie das Wissenschaftsportal Scinexx am 13. April berichtete. Über die Analyse verschiedener Angelfischarten aus naturkundlichen Sammlungen konnten sie deren Evolution rekonstruieren. Vor etwa 34 bis 23 Millionen Jahren wanderten die ersten Anglerfische aus flachen in tiefere Meeresregionen. Aufgrund des Selektionsdrucks entwickelte sich der zunächst nur über Bewegungen wirkende Köder zu einer Lichtquelle. Die Forscher vermuten zudem eine Doppelfunktion: Nicht nur Beute, auch potentielle Partner sollten angelockt werden. (jW)

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