Apotheken bleiben zu: Protesttag für höhere Honorare
Berlin. Wegen bundesweiter Protestaktionen für höhere Vergütungen sind viele Apotheken am Montag geschlossen geblieben. »Der Honorarstillstand muss endlich ein Ende haben«, sagte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda), Thomas Preis. Die Branche beklagt eine seit Jahren bestehende »chronische Unterfinanzierung« der Apotheken und gestiegene Betriebs- und Personalkosten. In mehreren Städten versammelten sich Apothekerinnen und Apotheker zu Kundgebungen. Für dringend benötigte Medikamente sollten Notdienstapotheken am Protesttag geöffnet bleiben.
An Demonstrationen in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München hätten rund 25.000 Menschen teilgenommen, teilte die Abda mit. Sie hätten das Signal ausgesandt, dass es Apotheken »nicht zum Nulltarif« gebe. Für die Menschen in Stadt und Land verlängerten sich mit jeder geschlossenen Apotheke die Wege.
Konkret geht es der Branche darum, einen lange nicht erhöhten Fixbestandteil des Honorars von 8,35 Euro pro Packung auf 9,50 Euro anzuheben. Union und SPD hatten es im Koalitionsvertrag vereinbart, die Umsetzung dann aber wegen der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen zurückgestellt. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte jedoch kürzlich an, die Erhöhung jetzt anzugehen und im Frühjahr eine Verordnung vorzulegen. (dpa/jW)
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