Ökostromer erhielten 435 Millionen Euro Ausgleich
Berlin. Wegen zu geringer Kapazitäten im Stromnetz der BRD haben Betreiber von Windkraft- oder Photovoltaikanlagen auch im vergangenen Jahr diese zeitweise abschalten müssen und dafür knapp 435 Millionen Euro Entschädigung bekommen. Die Summe sank im Vergleich zu 2024 um rund 120 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Dietmar Bartsch hervor, wie dpa am Sonntag berichtete.
Bayern war demnach 2025 mit 165 Millionen Euro Spitzenreiter, unter anderem weil dort viele Solaranlagen gebaut wurden, der Leitungsausbau aber nur langsam vorankommt. Bartsch sprach von »Systemversagen« und forderte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf, Abhilfe zu schaffen. Diese plane statt dessen, die garantierte Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen zu streichen, wie am Freitag aus Ministeriumskreisen bekanntgeworden war. (dpa/AFP/jW)
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