Eine Frau ihrer Klasse
Von Ulrike Eifler
Dass ich als Kind einer Eberswalder Krankenschwester Abitur machen und eine Universität besuchen konnte, war keine Selbstverständlichkeit. Es war einzig dem Umstand zu verdanken, dass ich, Jahrgang 1975, das polytechnische Schulsystem der DDR durchlaufen hatte: Länger gemeinsam lernen. Inklusion statt Selektion. Hort und gemeinsame Hausaufgabenbetreuung. Das Wecken von Interessen und Neigungen blieb nicht allein den Eltern überlassen, sondern war gesamtgesellschaftlicher Bildungsauftrag. Mit dem Untergang der DDR wurde dieser Auftrag jedoch mit Tempo und Druck in die Familien zurückgepumpt. Dabei entstand – zumindest in meiner Familie – eine merkwürdige Gleichzeitigkeit gegensätzlicher Dynamiken. Während gesellschaftliche Abwertung die Erwerbsbiographien meiner Eltern brach, war der Grundstein für meinen Bildungsaufstieg gelegt. Erst am Sterbebett meiner Mutter verstand ich, wie quälend diese Entwicklung all die Jahre für sie gewesen sein musste.
Wie alles begann
Der 26. März 1952 war ein Mittwoch. Es war der Tag, an dem meine Mutter als jüngstes von vier Kindern das Licht der Welt erblickte. Meine Großmutter hatte im Zweiten Weltkrieg ihre große Liebe verloren und es nach einigen kurzen Liebschaften vorgezogen, ihre Kinder in der Nachkriegszeit allein großzuziehen. Sie war ausgebildete Krankenschwester und musste sich zusätzlich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Das brachte ein paar Extragroschen und einmal sogar unverhofften Reichtum: Meine Großmutter hatte in den frühen Morgenstunden die Partyreste einer gehobenen Gesellschaft zusammengekehrt und dabei ein teures Armband gefunden. »Als ich es zur Pfandleihe trug, bekam ich so viel Geld dafür, dass ich meine Kinder ein halbes Jahr davon ernähren konnte«, sagte sie fast ein bisschen stolz und ohne Reue, dass sie den Fund nicht gemeldet hatte.
Nach der Beendigung der Schule schlug meine Mutter den Berufsweg ein, der ihr in die Wiege gelegt schien. Obwohl meine Großmutter ihr Potential erkannt hatte und wollte, dass sie Medizin studierte, blieb meine Mutter bei ihrem Entschluss, Krankenschwester zu werden. Da war einerseits der Wunsch, durch finanzielle Unabhängigkeit schnellstmöglich den ärmlichen Verhältnissen zu entfliehen. Und da war andererseits das damalige Rollenbild, nach dem der Beruf des Arztes Männern und die Rolle der helfenden Krankenschwester den Frauen vorbehalten war.
Im Interesse der Familie
Als sie nach der Ausbildung meinen Vater kennenlernte, folgten Hochzeit, Schwangerschaft und der Umzug in eine Altbauwohnung. Als ich und wenig später mein Bruder zur Welt kamen und kurz darauf mein Vater zum Grundwehrdienst in die Nationale Volksarmee (NVA) eingezogen wurde, tat meine Mutter erstmals etwas, was sie in den folgenden Jahren immer wieder tat, etwas, das den Frauen ihrer Generation und ihrer Klasse tief eingeschrieben war: Sie funktionierte – bis an den Rand zur Selbstaufgabe. Schichtbeginn im Krankenhaus war um sechs Uhr. Ohne Auto zog sie uns jeden Morgen im Schlitten durch die Winterkälte. Krippe und Kindergarten waren auf dem Krankenhausgelände, aber beide Einrichtungen öffneten erst um sechs Uhr. Selbst wenn alles reibungslos lief, war ein pünktlicher Schichtbeginn nicht zu schaffen. Nach wenigen Monaten brach meine Mutter unter der Mehrbelastung zusammen. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.
Es dauerte nicht lang, und wir zogen in eine Plattenbausiedlung, die neu hochgezogen worden war. Das Wohnkonzept war durchdacht. Die Wohnblocks standen im Quadrat zueinander. Der Innenhof bestand aus einem kleinen Park, in dem Kinder spielen konnten. Es gab Partykeller und einen Garagenkomplex. Auf der anderen Straßenseite standen zwei Schulen, eine Kinderbibliothek, ein Kindergarten, eine Kaufhalle und eine Poliklinik. Kurze Wege, die uns das Leben erleichterten. Eine Ehekrise wenige Jahre später kitteten meine Eltern, indem sie ein Haus im strukturschwachen Stadtteil Kupferhammer kauften. Hier gab es weder eine befestigte Straße noch eine stadtteilnahe Busanbindung. Doch die baufällige Doppelhaushälfte sollte nach und nach zu einem Zuhause ausgebaut werden.
Erste Schulerfahrungen
Ich war inzwischen in der zweiten Klasse und meine Schule durch den Umzug nun am anderen Ende der Stadt. Meine Eltern wollten keinen Schulwechsel während des Schuljahres, und auch mein Bruder sollte sein letztes Kindergartenjahr in vertrauter Umgebung zu Ende bringen. Jeden Morgen fuhren wir, ich sieben und er fünf Jahre alt, mit dem Bus in das Stadtviertel, in dem wir bis dato gewohnt hatten. Mir wurde eingeschärft, ihn im Kindergarten abzusetzen und dann schnurstracks in die Grundschule zu laufen. Ich weiß nicht wie, aber es funktionierte.
In der Schule war ich schnell unterfordert. Beim Bankrechnen ließ ich meine Mitschüler alle hinter mir. Auch Lesen und Schreiben lernte ich schnell. Ich kompensierte die Unterforderung mit Verhaltensauffälligkeit. Als meine Mutter zu einem Gespräch in die Schule bestellt wurde, unterbreitete meine Klassenlehrerin ihr die Idee, mich ab der dritten Klasse in die Russischschule zu schicken. Es war immer nur ein Kind pro Jahrgang und Schule, das auf die Russischschule delegiert wurde. Es war eine große Auszeichnung und ein kluger Gedanke meiner Klassenlehrerin, meine überschüssige Energie zu kanalisieren. Doch es passte nicht zu den damaligen Lebensumständen unserer Familie. Mein Bruder wurde in die Karl-Marx-Oberschule eingeschult, ebenso wie ich. Es war eine große Erleichterung für meine Eltern, dass wir den gleichen Schulweg hatten und ich auch weiterhin meinen kleinen Bruder unter die Fittiche nehmen konnte. Sie entschieden sich gegen die Empfehlung meiner Klassenlehrerin.
Das Fundament
Es war ein großes Glück, dass ich auch an meiner neuen Schule auf eine klug agierende Klassenlehrerin traf. Frau Jeschke war eine rundliche, freundliche, Akkordeon spielende Frau. Als ich versuchte, mich in die Akzeptanz meines neuen Klassenkollektivs zu boxen, schickte sie mich in die Schach-AG, für die ich kurze Zeit später den Kreismeistertitel erkämpfte. Und statt zu problematisieren, dass ich bei gemeinsamen Liedernachmittagen nur falsche Töne herausbrachte, ließ sie mich das Nachmittagsprogramm moderieren. Sie war es auch, die meine Liebe zur Lyrik weckte, indem sie mich bat, bei diesen Nachmittagen Gedichte aufzusagen. Wenig später gewann ich mit einem Gedicht über den chilenischen Liedermacher Víctor Jara als jüngste Teilnehmerin den Rezitationswettbewerb unserer Schule.
Während Hausaufgabenhilfe, Frühhort, Späthort, ein umfangreiches Schul-AG-Angebot und vor allem die Klugheit meiner Lehrerinnen ein tiefes Fundament für meinen Bildungsaufstieg legten, zementierte der Druck der Mehrfachbelastung die Zugehörigkeit meiner Mutter zu ihrer Klasse. Dass sich mein Vater an der Kinderbetreuung und Hausarbeit beteiligen könnte, kam weder ihm noch ihr in den Sinn. Trotz Berufstätigkeit verdienten Frauen in der DDR im Schnitt ein Drittel weniger als die Männer. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Familienhierarchie. So musste meine Mutter wie viele ihrer Geschlechtsgenossinnen den enormen Druck zwischen Erwerbstätigkeit, Haushalt und Familie ausbalancieren. Nicht zufällig ging die Geburtenrate in der DDR stetig zurück. Und nicht zufällig war auch die Scheidungsrate eine der höchsten weltweit. Der wachsende Druck führte zu Konflikten in der Familie, deren Ursache meine Mutter nicht als strukturelles Problem einordnen konnte, sondern als persönliches Versagen interpretierte.
Dass sie SED-Mitglied war, erhöhte den Druck zusätzlich. Die Begegnungen mit ihrem Schwiegervater, einem glühenden Kommunisten, hatten sie zum Eintritt in die Partei bewogen. Als meine Mutter anfing, Fragen zu stellen, auf die es keine systemkonformen Antworten gab, wurde sie zur Disziplinierung auf die Parteischule geschickt. Sie verfügte nicht über die Werkzeuge, diese Mehrfachbelastung konstruktiv aufzulösen und kam auch nicht raus aus dem engen Korsett ihres Rollenbildes. Nach einem provozierten, zumindest aber kalkulierten politischen Streit in der Parteiversammlung brach sie das Studium an der Parteischule ab und verließ die SED. Ein Parteiaustritt im Jahr 1986 war keine triviale Entscheidung und zog diverse Vorladungen bis hin zur Bezirksparteisekretärin nach sich. Meine Mutter blieb bei ihrer Entscheidung, die merkwürdigerweise nie ernsthafte Konsequenzen nach sich zog.
Untergang der DDR
Mit dem Untergang der DDR verlor meine Mutter nicht nur den Arbeitsplatz, auch der sozialpolitische Grundkonsens, zu dem ein sicheres Umfeld und die gesellschaftliche Kindererziehung gehörten, ging verloren. Den Schulhort gab es nicht mehr. Die Sport-AGs wurden abgeschafft. Alles, was die Familien bei der Kindererziehung finanziell entlastet hatte, fiel nun weg. Gleichzeitig wuchs der finanzielle Druck durch die Massenentlassungen. Das politische Establishment brauchte den freiheitstrunkenen Jubel, um zu kaschieren, dass das gesellschaftliche Zusammenleben im freien Fall und die lockende Warenwelt zwar bunt, aber abgeriegelt war.
Auf die politischen Erschütterungen folgten persönliche. Nach einem schweren Verkehrsunfall Ende 1990 erlitt meine Mutter eine Hirnblutung, die sie fast das Leben kostete und von der sie sich nie wieder ganz erholte. Sie versuchte, sich zurechtzufinden – in der Gesellschaft und in ihrem Kopf. Sie lernte neu, was gesellschaftliche Norm war, und kopierte die Reaktionen und das Verhalten anderer. Um das Chaos in ihrem Kopf zu bändigen, legte sie sich Floskeln zurecht, auf die sie in bestimmten Situationen zurückgriff. So gelang es ihr, den Defekt in ihrem Kopf geschickt zu verbergen. Doch das war anstrengend. Die Floskelfassade ließ sich nicht den ganzen Tag aufrechterhalten und führte dazu, dass sie zu Hause ihrem emotionalen Chaos freien Lauf ließ.
Angekommen
In dieser gesellschaftlich wie familiär unübersichtlichen Situation versuchte ich, erwachsen zu werden, meine Identität und meinen Weg zu finden. Als ein Teil meiner Mitschüler mitten im Schuljahr 1990/91 an das neue Humboldt-Gymnasium in der Innenstadt wechselte, um dort Abitur zu machen, verblieb ich an der Schule. Ich hatte das Wort »Abitur« zum ersten Mal gehört. Ich wusste nicht, was es bedeutete, und hatte niemanden, der es mir erklärte.
Doch wieder hatte ich Glück: Die Leitung unserer Schule oblag einem Schulleiter, der von Reformpädagogen beeinflusst war. Er baute die Schule in eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe um. Als ich im Sommer 1992 meinen Realschulabschluss in der Tasche hatte, wusste ich noch immer nicht, was »Abitur« bedeutete. Aber ich verstand, dass es nach der zehnten Klasse die Möglichkeit gab, weitere drei Jahre an der Schule zu bleiben. Zu Hause stieß mein Wunsch auf Unverständnis. Die materiellen Herausforderungen, vor denen die Familie stand, hätten es erforderlich gemacht, dass ich eine Ausbildung begann und mein eigenes Geld verdiente. Es gab Streit, bei dem ich mich schließlich durchsetzte.
Angespannte Zeiten
Meine Mutter manövrierte uns mit ihrem angeschlagenen Kopf durch eine Epoche, in der sich gesellschaftlich alles änderte. Sie hatte keine Zeit, uns beim Erwachsenwerden zu begleiten. Sie musste wie so viele andere die weibliche Pflegebiographie fortschreiben und sich um ihre demente Schwiegermutter kümmern. Auf die Privatinsolvenz meines Vaters folgten Ehekrise und schließlich Scheidung. All das wäre schon für einen gesunden Menschen ziemlich viel gewesen, für meine Mutter wurde es zu einer permanenten Anspannungssituation. Erschwerend kam hinzu, dass sich zum neuen Strom der Zeit ein untergründiger innerfamiliärer Gegenstrom formierte. Denn je mehr die Nachwendezeit meine Eltern zurück in ihre Klasse prügelte, desto mehr Bildungsoptionen taten sich vor mir auf. Meine Entdeckung der Welt der Bücher, meine wachsende Liebe zur Lyrik, mein Interesse am Schachspiel – all das hatte ich meiner Schulzeit in der DDR zu verdanken. Von meinen Eltern wurde das wohlwollend begleitet, aber sie hätten von sich aus nicht gesagt, dass diese Dinge für die Entwicklung ihrer Kinder wichtig oder notwendig gewesen wären.
Der Untergang der DDR dynamisierte den Konflikt zwischen den Klassen und schraubte sich unerbittlich auch in meine Familie. Wir kamen aus einer Zeit, in der der Geldbeutel der Eltern für die Entwicklung der Kinder nicht wichtig war, und steuerten in eine Zeit, in der er maßgeblich wurde. Diese Entwicklung war für mich so prägend, dass es kein »Dahinter zurück« mehr gab, und für meine Eltern war sie mit so viel Druck verbunden, dass ein »Weiter so« nicht mehr möglich schien. Es waren zwei entgegengesetzte Bewegungen innerhalb einer Familie. Und sie führten zu erheblichen Spannungen. Es war daher kein Zufall, dass mein Universitätsabschluss nur zur Kenntnis genommen wurde, eher mit Skepsis, denn mit Stolz.
Das Ende
Als meine Mutter aufgrund einer schweren Krebserkrankung frühverrentet wurde, war sie noch nicht einmal 50 Jahre alt. Unser Verhältnis blieb angespannt. Mein Bildungsaufstieg hatte nicht nur zu einer Entfremdung von meinen Eltern geführt, sondern wurde zusätzlich von den dramatischen Abwertungserfahrungen der ostdeutschen Arbeiterklasse überlagert. Vielleicht hätten wir einen Weg gefunden, die Verletzungen der Vergangenheit irgendwann hinter uns zu lassen. Mein beruflicher Weg in die gewerkschaftliche Hauptamtlichkeit war auch ein Bekenntnis zu meiner Klasse. Doch das permanent im Raum stehende Gefühl des »Zurückgesetztseins«, die fehlende Anerkennung der ostdeutschen Biographie und die geballte Wut angesichts wachsender Unsicherheiten standen bei jedem Gespräch unausgesprochen im Raum.
Als ich schließlich eine Nachricht aus dem Krankenhaus bekam, dass meine Mutter nach einem Sturz auf den Kopf eine Hirnblutung erlitten habe und es nicht gut aussehe, setzte ich mich in den Zug Richtung Heimat. Die Patientenverfügung – keine lebensverlängernde Maßnahmen, wenn die Gefahr bestand, zum Pflegefall zu werden – lag den Ärzten vor. Die Palliativbetreuung war bereits eingeleitet. Ich hatte das Glück, sie noch ansprechbar anzutreffen. Uns blieben wenige wache Momente. Doch ihr Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag. Der Sterbeprozess war unumkehrbar. Am Nachmittag des dritten Tages ahnte ich, dass es nur noch wenige Stunden dauern würde. Ich zündete die Kerzen an, die das Pflegepersonal auf das Fensterbrett gestellt hatte. In unseren letzten gemeinsamen Stunden redete ich ruhig auf sie ein, strich ihr sanft über die Stirn und suchte nach Musik aus ihrer Jugend. Als Paul McCartney traurig-schön »Yesterday« sang, lag eine Entspannung auf ihrem Gesicht, wie ich sie nie zuvor in ihrem Leben gesehen hatte. Sie verabschiedete sich mit einer Träne, die ihr im Moment des Todes über die Wange lief.
Was bleibt
Meine Mutter war eine Frau ihrer Klasse. Voll ungestümer Zuneigung und liebenswerter Unbeholfenheit. Voller Wut auf die Verhältnisse und voller Überforderung, sich darin zurechtzufinden. Voll trotziger Konfliktorientierung und destruktiver Lösungskompetenz. Sie hatte alles, was wir in dieser Welt der wachsenden Widersprüche brauchen, um sie zu verändern: Empathie, Mut und eine unbändige Kraft. Was ihr fehlte, war die Sprache, das auch mitzuteilen, und die Kollektivität ihrer Klasse, um sich gegen das aufzulehnen, was sie empörte.
Als ich das Krankenhaus verließ, wusste ich, wir hatten in den drei Tagen an ihrem Sterbebett gemeinsam mehr von uns gerettet, als in den 50 Jahren zuvor.
Ulrike Eifler ist Gewerkschafterin und Mitglied des Vorstands der Partei Die Linke. Sie ist zudem Bundessprecherin der parteiinternen Bundesarbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft.
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Leserbrief von B. Krumm (16. März 2026 um 13:55 Uhr)Traurig und schön. Ich bin auch Jahrgang 1975, aus der DDR. Aber aus der Prignitz, Grenze Havelland. Mit meiner beruflichen Karriere hats dann so nicht sein sollen, meine Eltern dagegen schafften es tatsächlich, sich auf ihrer Kolchose bis zur Rente durchzuwurschteln – als Stadtgut von Berlin noch unter Sarrazin. Na ja, als linksgrün versiffte Bazille empfinde ich mich jedenfalls heute noch. Mit der Partei Die Linke kann ich allerdings schon lange nichts mehr anfangen. Aber das ging wohl schon George Grosz vor hundert Jahren so. Humorlosigkeit, Neid und Missgunst scheinen selbsternannte Linke auszuzeichnen. Rechthaberei, Eitelkeit und Minderwertigkeitskomplexe dürfen auch nicht fehlen. Darum Respekt, dass sie es bei dieser Partei aushalten. Vielleicht geht Sozialismus tatsächlich nur auf der Südhalbkugel. Der deutsche Michel scheint mir auf jeden Fall ungeeignet. Aber die DDR hat auf jeden Fall das Beste aus diesem Genmaterial und diesem vermasselten Start gemacht.
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Leserbrief von Onlineabonnent/in Mario G. aus Ostseebad Binz (9. März 2026 um 23:08 Uhr)Ein toller Artikel. Ich glaube, hier finden sich viele Frauen wieder. Ich werde diesen mit großem Vergnügen meinen Freunden zur Kenntnis bringen.
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Leserbrief von Onlineabonnent/in Mario G. aus Ostseebad Binz (9. März 2026 um 17:30 Uhr)Ein toller Artikel. Ich glaube hier finden sich viele Frauen wieder. Ich werde diesen mit großem Vergnügen meinen Freunden zur Kenntnis bringen.
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