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Aus: Ausgabe vom 21.02.2026, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Mord in Teheran

Blutige Repression | Arte-Mediathek
Iran Protests Arrests.jpg
Demonstranten blockieren eine Straßenkreuzung in Teheran (8.1.2026)

Ist der Feind meines Feindes automatisch mein Freund? Manche scheinen nur noch so denken zu können, ganz nach dem Motto: »Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Staaten.« Die emanzipatorischen Ideale der Linken – Freiheit von Unterdrückung, sozialer Fortschritt, materielle Absicherung – bleiben dabei auf der Strecke. Das zeigt sich vor allem im Falle des Iran. Bei den Aufständen gegen das religiöse Regime im Januar 2026 wurden Tausende Menschen ermordet. Die Arte-Dokumentation »Blutige Repression« ist wertvoll, weil sie neue Videos und O-Töne aus dem Land bringt, in dem während der Unruhen das Internet abgeschaltet wurde. Bilder von Protesten sowie von den vom Staat organisierten Gegendemonstrationen deuten an, wie tief gespalten das Land ist. Einer US-Intervention reden die interviewten Iraner trotz der Massaker nicht das Wort. Wie immer bei solchen Dokus bleibt unklar, wie repräsentativ das Gezeigte ist. Doch macht sie klar, wie schwierig die Lage für die Menschen im Iran ist. (mp)

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