17.02.2005
Europas Afrika
Aus dem Westen kam mit den Drogen und der Prostitution das HI-Virus: Heute sind in Wolgograd 20 000 infiziert – das Gesundheitssystem ist auf AIDS-Patienten mehr als schlecht vorbereitet
Von Michael Specht
Olga Michailowna Schelkownikowa (55) lebt in Wolgograd. Ihr Sohn starb vor Jahren an einer Überdosis. Damals gründete sie mit anderen den Verein »Maria – Mütter gegen Drogen«. Bald darauf wurde offenkundig, daß mit den Bestecken der Drogenkonsumenten längst das HI-Virus in die Stadt gekommen war. Die zusätzliche Bedrohung rief weitere Selbsthilfe-Initiativen auf den Plan. Heute schätzt Wadim Pokrowski, Leiter des Nationalen AIDS-Zentrums in Moskau, leben in der Regi...
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