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Costa Rica wählt rechte Präsidentin

San José. Die rechte Laura Fernández hat die Präsidentschaftswahl in Costa Rica nach vorläufigen Ergebnissen klar gewonnen. Die Kandidatin der Souveränen Volkspartei (PPSO) kam auf gut 48 Prozent, wie das Oberste Wahlgericht nach der Auszählung fast aller Stimmen am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Für einen Sieg im ersten Wahlgang sind in Costa Rica mindestens 40 Prozent der Stimmen nötig. Auf Platz zwei folgte mit gut 33 Prozent der Ökonom Álvaro Ramos von der sozialdemokratischen Nationalen Befreiungspartei. Insgesamt traten 20 Kandidaten in dem mittelamerikanischen Land für die Nachfolge des rechten Präsidenten Rodrigo Chaves an. Die Wahlbeteiligung lag nach vorläufigen Angaben knapp unter 70 Prozent. Parallel wurde auch ein neues Parlament gewählt. Fernández wird die Regierungsgeschäfte am 8. Mai übernehmen. Die 39jährige Exministerin fokussierte ihren Wahlkampf auf die Themen Kriminalität und Drogenhandel. Sie kündigte an, in Regionen mit einer hohen Gewaltrate den Ausnahmezustand zu verhängen. Zudem sollen Verurteilte künftig in einem neuen Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert werden. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2026, Seite 6, Ausland

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