Nachschlag: Illusionen zerstört
Ein bisschen Schadenfreude kommt schon auf, wenn man sieht, wie irritiert und verzweifelt die hiesigen Eliten darüber sind, dass imperialistische Gelüste der USA auf einmal nicht nur Staaten im globalen Süden betreffen, sondern plötzlich auch die europäischen. Sichtlich konsterniert zeigen sich Martin Schulz, Rieke Havertz und Wolfgang Ischinger bei Caren Miosga. Unter dem Motto »Trumps Griff nach Grönland – das Ende der NATO?« versucht man, irgendwie das eigene transatlantische Weltbild zu retten und will die USA mit ökonomischen Gegendrohungen zur Vernunft bringen. Schulz fordert, das wirtschaftliche Gewicht Europas in die Waagschale zu werfen, Ischinger will Trump »die Folterwerkzeuge zeigen«, aber trotzdem den Dialog suchen, denn die USA hätten schließlich »berechtigte sicherheitspolitische Sorgen«. Leise Kritik an einer »Umarmungspolitik« kommt von der Zeit-Korrespondentin Havertz, aber letztlich bleibt es bei einem Plädoyer für das Setzen auf eigene Stärke der EU. (mp)
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