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Womöglich da Vincis DNA entdeckt

Maryland. Forscher um den Genetiker Norberto Gonzalez-Juarbe von der University of Maryland haben offenbar DNA-Spuren des berühmten Universalgenies der Renaissance, Leonardo da Vinci (1452–1519), entdeckt. Dazu wurden seine Zeichnungen auf DNA-Reste untersucht. Fündig wurde man auf der Zeichnung eines Kindes, die irgendwann zwischen 1471 und 1476 entstand. Von dort konnte man mit Hilfe von Wattestäbchen erfolgreich Abstriche machen. Die größte Herausforderung der Forscher war es, andere DNA-Spuren herauszufiltern. Überraschenderweise fanden sich auf den Zeichnungen nicht nur Hinweise auf Mikroben, sondern auch darauf, dass sie mit einem Wildschwein und einem Wolf in Kontakt kamen. Auch Spuren von Pflanzen konnten aufgespürt werden, etwa des Orangenbaums, der tatsächlich damals in den Gärten von San Marco in Florenz kultiviert wurde. Die menschliche DNA, die auf der Zeichnung gefunden wurde, wurde mit der von bereits Anfang 2025 aufgespürten Nachfahren von da Vinci vergleichen. Dabei zeigten sich Übereinstimmungen in den Gensequenzen. Allerdings sei diese Metagenomik mittels Abstrich von Zeichnungen sehr fehleranfällig, räumen die Forscher laut dem Wissenschaftsportal Scinexx selbst ein. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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