09.02.2005
Lenins großer Fehler
Das Schicksal von Paul Levi. Bericht über sein Leben und Wirken
Von Wolfgang Ruge
»Die größte Rede seit Lassalle.« Das notierte der Berichterstatter Carl von Ossietzky während eines Plädoyers vor dem Moabiter Schöffengericht am 22. April 1929. Rechtsanwalt Paul Levi, dem dieses Lob galt, war kein Donner schleudernder Volkstribun. Seine feinsinnige Rhetorik lebte von der analytischen Brillanz, von der verhaltenen Leidenschaft des Gerechtigkeitsfanatikers, nicht zuletzt vom Ideenreichtum. Seine bestechende Argumentation ließ keinen Zuhörer unbeeind...
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